Das klingt wirklich belastend und vollkommen nachvollziehbar, dass du dir da Sorgen machst. Viele der Dinge, die du beschreibst, passen sehr typisch in diese Übergangsphase. Der Körper rutscht nicht von einem Tag auf den anderen hinein, sondern Stück für Stück, und genau dieses Chaosgefühl im Zyklus ist oft eines der ersten Signale. Manche Frauen merken es zuerst an der Schlafqualität, andere an den Hitzeschüben, wieder andere eher an der Stimmung und an Veränderungen der Haut. Viele berichten auch über
Beschwerden nach der Menopause, die sich schon vorher in abgeschwächter Form zeigen und dann später stärker werden, wenn der Hormonspiegel noch weiter sinkt.
Was du schilderst, kennen wirklich viele: ein paar Monate ist alles normal, dann wieder völlig durcheinander, dazu dieser plötzlich anschwellende Wärmeimpuls, der aus dem Nichts kommt und den Kreislauf kurz hochzieht. Dazu das nächtliche Aufwachen, was den Alltag enorm belastet, weil man sich morgens einfach erschöpft fühlt. Stimmungsschwankungen sind ebenfalls ein sehr weit verbreitetes Thema, und sie müssen nicht bedeuten, dass emotional etwas falsch läuft. Es ist einfach ein hormoneller Prozess, der oft ohne jede Vorwarnung losgeht.
Manchen hilft es schon, das Ganze einordnen zu können, damit man nicht das Gefühl hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Andere setzen zusätzlich auf pflanzliche Unterstützung, etwa Mönchspfeffer oder Isoflavone, wobei man da individuell schauen muss, ob man es verträgt und ob es zur eigenen Situation passt. Viele profitieren auch von kleinen Änderungen im Alltag, zum Beispiel abends weniger schwer essen, alkoholarme Tage einbauen, etwas mehr Bewegung und bewusstere Entspannung vorm Schlafengehen. Nicht als Traumkur gedacht, aber oft als kleine Erleichterungen spürbar.
Wenn du ganz sicher gehen willst, kann deine Frauenärztin die Hormonsituation überprüfen, vor allem wenn der Zyklus sehr unregelmäßig wird. Es muss nicht zwingend eine Blutuntersuchung sein, manchmal reicht schon die Schilderung, um die Übergangsphase einzuordnen. Die meisten fühlen sich erleichtert, wenn sie einfach wissen, was los ist.
Es hilft auch zu hören, dass niemand damit allein ist. Viele sind überrascht, wie häufig genau diese Erfahrungen in deinem Alter auftreten, obwohl vorher kaum jemand darüber spricht. Wenn du magst, kannst du gern erzählen, welche Beschwerden bei dir im Alltag am stärksten durchschlagen dann lässt sich auch genauer sagen, was dir vielleicht am besten helfen könnte.