Für den Wohnkomfort entscheidend ist eine korrekte Dimensionierung: Rechnet realistisch mit 30–50 m³/h pro Person, prüft den resultierenden Druckverlust im Rohrnetz und plant ausreichend Schalldämpfer ein, damit ihr im Betrieb unter ca. 30–35 dB(A) bleibt.
Ein hoher Wärmebereitstellungsgrad (≥ 80 % trocken, besser) senkt eure Heizlast spürbar; bei dichten Hüllen lohnt sich außerdem ein Bypass für Sommernachtkühlung.
Für Allergiker empfehle ich mindestens ISO ePM1 60 % in der Zuluft, komfortabel ist ein werkzeugloser Filterwechsel und eine Wechselanzeige.
Bei der Steuerung sind 0–10 V/Modbus oder eine App praktisch; Feuchte-/CO₂-geführte Automatikstufen halten die Luftqualität stabil und sparen Energie.
Eine gute
Bezugsquelle mit konkreten Wohnungslüftungsboxen findet ihr hier: lueftungsteile.ch. Dort gibt es z. B. die WLB Wohnungslüftungsbox Standard sowie passende Stufenschalter als Taster oder Touchscreen, was die Bedienung pro Wohnung sehr einfach macht.
Prüft bei der Auswahl die Einbauorientierung (links/rechts), Kondensatableitung, Frostschutzstrategie und ob Enthalpietauscher (Feuchterückgewinnung) verfügbar sind.
Für die Schweiz relevant: SIA 382/1 (Auslegung/Betrieb), Minergie-Anforderungen, VKF-Brandschutz (insb. bei Leitungsführung über Brandabschnitte) und BAG-Empfehlungen zur Hygiene – das hilft auch bei Förderfragen.
Mein Praxis-Setup für MFH: je Wohnung eine kompakte WLB, Zuluft in Wohn-/Schlafräumen, Abluft in Küche/Bad, Volumenstrom per Di-/Tellerventilen einregulieren, Einmessprotokoll dokumentieren – so bleibt die Anlage leise, effizient und wartungsfreundlich.