Ich bin bei meiner Suche auf den Leitfaden von freieredner-ausbildung.com gestoßen, der unter
https://freieredner-ausbildung.com/trau ... nenkinder/ ausführlich auf diese besondere Form des Abschieds eingeht. Dort wird empfohlen, im Vorgespräch einen geschützten Raum zu schaffen und auch längere Momente des Schweigens auszuhalten. Besonders wichtig fand ich den Hinweis, den Namen des Kindes konsequent zu verwenden, sofern die Eltern das wünschen. Statt nach einer langen Biografie zu suchen, kann die Rede die Schwangerschaft, erste Tritte, Herztöne, Vorfreude und gemeinsame Zukunftspläne würdigen.
Der Beitrag rät außerdem dazu, die bevorzugten Begriffe der Familie, etwa Sternenkind oder Engel, sensibel aufzugreifen und religiöse Vorstellungen nicht einfach vorauszusetzen. Trostlose Floskeln oder Relativierungen wie der Hinweis auf mögliche weitere Kinder sollten meiner Meinung nach unbedingt vermieden werden. Musik, persönliche Gegenstände und behutsame Rituale mit Sternen, Blüten oder Briefen können den Abschied zusätzlich unterstützen, wenn sie zu den Wünschen der Eltern passen. Ich würde daher eine redende Person auswählen, die empathisch zuhört, professionell stabil bleibt und den Eltern genügend Einfluss auf Rede, Musik und Rituale gibt.